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Quelle: Dr. Kleanthous Kosmetik 06/2005

Ultraschall in der Kosmetik. Wie funktioniert es ?

Teil - 2 -

Zauberwort Biomolekül

Was sind Biomoleküle was können sie und warum musste ihretwegen eine neue Technologie, der Ultraschall, für die Kosmetik entdeckt werden?

Zunächst einmal sind es sehr sehr kleine Eiweißmoleküle mit einem Molekulargewicht von ca. 10.000 mol. Vergleichen wir zum besseren Verständnis Biomoleküle beispielsweise mit den Molekülen der Hyaluronsäure , dann wäre das genauso als würde man eine Maus mit einem Elefanten vergleichen. Nun sind Biomoleküle nicht nur sehr klein, sie haben, und das ist das wichtigste, ganz besondere Eigenschaften. Sie fungieren in den Zellen, auch in denen unserer Haut, als Wächter für eine korrekte Zellteilung. Damit ist automatisch eine qualitative Verbesserung der Arbeit in unseren Zellen gewährleistet. Dies wiederum wirkt sich auf die Collagensynthese oder auch auf die Gewebsfestigkeit aus. Durch das Einbringen der Biomoleküle kommt sozusagen eine positive Kettenreaktion in Gang. Biomoleküle sind ein Wirkstoff im eigentlichen Sinn. Im Gegensatz zu Stoffen die die Haut nur auffüllen oder füttern, bewirken sie eine grundlegende positive Veränderung und erzielen somit echte langfristige Ergebnisse.

Als Dr. Kleanthous das Potential der kosmetischen Anwendung von Biomolekülen entdeckte, suchte er nach einer Möglichkeit, in kurzer Zeit besonders viele Moleküle in die Haut zu bringen. Die damals übliche Iontophorese schied aus. Biomoleküle sind Eiweiß, dass unter der Einwirkung von Strom denaturiert und somit unwirksam wird. Auch der Laser erwies sich nicht als hilfreich. Allein Ultraschall konnte die Funktion des "Türöffners" für die Biomoleküle erfüllen ohne ihre Wirksamkeit einzuschränken. Das war die Geburtsstunde einer neuen Methode die den Synergieeffekt von Ultraschall und Biomolekülen zur Regeneration der Haut nutzte.

Ein ideales Paar

Biomoleküle beeinflussen die Zellarbeit in allen Hautschichten. Aus diesem Grund können sie bei den unterschiedlichsten Hautproblemen eingesetzt werden. Da es verschiedene Arten von Biomolekülen gibt, wird die Mischung der Moleküle auf die jeweilige kosmetische Aufgabe abgestimmt. Beispielsweise unterscheidet sich die Mischung für eine Körperanwendung zur Umfangreduktion wesentlich von der einer Faltenanwendung und auch wiederum von der biomolekularen Mischung für ein Präparat gegen Haarausfall.

Ultraschall mit einer Frequenz von 1 MHZ ist in der Lage die Haut bis hinunter zum Bindegewebe zu entschlacken. Dabei macht er den Weg frei für die Biomoleküle und leistet über die Steigerung des Energiehaushaltes seinen wesentlichen Beitrag zur Regeneration. Ist er richtig dosiert bringt er für die Umsetzung der Wirkstoffe in der Haut nur Vorteile.

Und die Nachteile?

Es gibt wirklich wenige Nachteile sowohl bei Ultraschall als auch bei den Biomolekülen. Die einzige Gefahr beim Ultraschall liegt in der Überdosierung. Bei den heute am Markt befindlichen Geräten ist keine ernsthafte Schädigung der Haut möglich, wenn aber zu lange mit zu hohen Intensitäten ( Watt / q²cm) die Haut beschallt wird, erreicht man statt einem Abfließen der Lymphe eine Stauung. Diese kleinen Schwellungen können zwar manchmal im Bereich der Falten recht nette scheinbare Sofortergebnisse zaubern, sind aber was die Entschlackung der Haut betrifft kontraproduktiv.

Biomoleküle brauchen Zeit und gute Bedingungen um sichtbare Ergebnisse zu bringen. Ernährung, Trinken, Gewohnheiten wie Rauchen, Bewegung und Schlaf sowie die Einnahme von Antibiotika und Kortison beeinflussen die Wirksamkeit. Eine ausführliche Anamnese und eine umfassende Beratung der Kundin vermeiden Missverständnisse und verhelfen zu guten Ergebnissen.

Und - Geduld ist gefragt. Jede Art von Regeneration braucht Zeit. Mindestens einmal müssen sich die Zellen geteilt haben damit wir die positiven Auswirkungen auf der Haut sehen und an der Haut spüren. Doch die Geduld wird belohnt. Einmal aktiviert, arbeitet die Haut über Monate aktiver und die erzielten Ergebnisse bleiben für lange Zeit erhalten.

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