Kleine Informationsseite zu dem Thema:
Herren Kosmetik.
In Bezug auf die eigene Haut liegen zwischen Männer und Frauen immer noch Welten.
Während Frauen im Vergleich zur Gesamtbevölkerung ihre Haut als überdurchschnittlich
empfindlich einschätzen, sehen dies nur 14 Prozent der Männer so. Das zeigt das
Ergebnis einer Umfrage der Präventionskampagne Haut von gesetzlicher Unfall- und
Krankenversicherung, bei der über 2 000 Männer und Frauen zum Thema befragt wurden
(www.2m2-haut.de).
Mit knapp 56 Prozent halten die meisten männlichen Befragten
ihre Haut für normal empfindlich, obwohl gut ein Drittel der Männer schon einmal
unter Hautbeschwerden gelitten haben. Zudem erklären sogar mehr Männer als Frauen,
dass ihre Haut "fast immer" oder "oft" beruflich oder privat UV-Strahlung oder
mechanischen Belastungen ausgesetzt ist. Diese Angaben werden auch von der
aktuellen Krankheitsstatistik untermauert: Mit knapp 24 Tagen je 100 Pflichtmitglieder
der BKK waren Männer im Jahr 2006 deutlich länger wegen Hautproblemen krank
geschrieben als Frauen mit 14 Krankheitstagen.
Vor allem hinsichtlich des
Pflegeverhaltens zeigen sich zwischen dem weiblichen und männlichen Geschlecht
große Unterschiede: Drei Viertel der Frauen benutzen nach dem Duschen oder
Baden eine Creme oder Lotion, bei den Männern sind es jedoch nur rund ein
Drittel. Handcreme nach dem Händewaschen nutzen fast 78 Prozent der Frauen,
aber nur 45 Prozent der Männer. Lediglich bei der Nutzung von Handschuhen
als Hautschutz zeigt sich kein signifikanter Unterschied zwischen den
Geschlechtern, was aber daran liegen kann, dass die Anwendung von Handschuhen
oft in den beruflichen Bereich fällt und hier betriebliche Aufklärung und
Prävention greifen.Gerade im beruflichen Umfeld spielen Hauterkrankungen
eine wichtige Rolle: Sie stehen an der Spitze der Berufskrankheiten.
Knapp
die Hälfte der Fälle wird bei Beschäftigten im Gesundheitswesen diagnostiziert.
Doch auch in den klassischen "Männerberufen" sind beruflich bedingte Hauterkrankungen
vergleichsweise weit verbreitet. Schlosser, Mechaniker, Metall-Erzeuger und -Bearbeiter, aber auch Bauarbeiter leiden bei der Arbeit häufig unter Hautproblemen. "Zement ist die
Ursache der Maurerkrätze, der häufigsten Hautkrankheit am Bau", sagt Jutta Vestring,
Mitglied der Geschäftsführung der BG BAU. Ausgelöst wurde das tückische Handekzem
jahrzehntelang vor allem durch das im Zement enthaltene Chromat.
Seit zwei Jahren
dürfen nun auf Baustellen nur noch chromatarme Zemente verwendet werden.Mindestens
ebenso problematisch wegen ihres hohen Allergiepotenzials sind Epoxidharze.
Diese werden bei Beschichtungen von Industrieböden oder in Fliesenklebern verwendet.
"Präventionsmaßnahmen wie Handschuhe und die Anwendung von Schutzcremes sind daher
unbedingt notwendig, um Erkrankungen zu verhindern", erklärt Vestring.
Quelle: Global Press - Dienstag, 18. September, 14:30 Uhr
|